Sebastien Tellier: Sexuality
Zwei Fixsterne leuchten über dem neuen Werk des Ausnahme-Franzosen Sebastien Tellier. Einmal wäre da der zuckersüße, üppige Synthesizer-Schmalz, der eindeutig in der Tradition von Francis Lai (u.a. Soundtracks für die „Filmklassiker“ Bilitis und Emanuelle) und Jean-Michel Jarre steht. Auf der anderen Seite sind da die Arrangements und Gesangsharmonien, die gewiss dem großen Brian Wilson schmeicheln sollen. Zusammengehalten und ins Hier und Jetzt katapultiert wird das ganze durch eine äußerst kräftige Produktion bei der ein gewisser Guy-Manuel de Homem Christo (50% von Daft Punk) ein paar Knöpfchen mitgedreht hat. Sebastien Tellier schafft auf „Sexuality“ ein glamouröses Synthiepop-Meisterwerk, das im Gegensatz zu den Alben von Air beispielsweise ganz klar auf die exaltierte Persönlichkeit ihres kauzigen Schöpfers fokussiert ist. Mutig und richtig ist es diesen Sebastien Tellier der europäischen Öffentlichkeit beim Eurovision Song Contest zu präsentieren



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