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| 5/3 ’10 | 7/3 |
Champagnerama
mit Mark Henning, Kadebostan, Rundfunk 3000, Pilocka Krach, Skinnerbox, Turmspringer, Lineas De Nazca & Kai Maan, Brian Cares, Abonné, P I, Budzillus, [trap], Frivolous, nd_baumecker, Axel Bartsch, Marcus Meinhardt, B.L.O.T., Napoleon Lastname, Diamond Setter, Empro, Dave Ellesmere, Dirty Doering, Javier Logares, Hypnorex, David Dorad, Se*bo, The Stevens a.k.a. 22rocktets & Spule Bywerk, Laura Weider, Django Lassi, Mr. Mostash, The Amazing Neckbreaka, Herr Süss & Herr Sauer, Madmotormiquel, Peak & Swift, Janek a.k.a. T.I.N.S., Fresh Meat, Dave Dinger, Ultraviolett, Anarki, Erik Panzer, Beaner, Tatiana Sanches, Jean Ferre, Alle Farben, Jonas Olson, Moscoman, Arsenchig, The Sorry Entertainers, Sugar Rush Inc., Juicemarket, Sutsche, Jan Pyroman, Die schnelle Nummer, Wald & Wiese, Spreedelay, Bahama, Meloman & Elektremi, GrooveD, Nunu, Dario Radisic
Seit zwei Wochen Stadtgespräch ist die Champagnerama-Party des Berliner Underground-Klüngels, welche ein ganzes Wochenende lang in der Alten Malzfabrik, dem ehemaligen Audiolarium, am Südkreuz einen elektronischen Freizeitpark eröffnet. Beschallt wird die Party von zwei drei mindestens vier Dutzend Musikern und DJs von nebenan. Zugegeben – das sind zu 99 Prozent keine überregional bekannten Namen, welche Menschen außerhalb des Berliner Party-Unimarversums in helle Aufregung versetzen würden. Zur Champagnerama laden stattdessen die Szenearbeiter und Crews, welche Wochenende für Wochenende in Lokalitäten wie Bar25, Ballhaus Ost und Wilde Renate für stimmungsvolles Abhängen sorgen und sich so ihren Ruf in der Stadt erarbeitet haben. Man kennt sich und man freut sich zusammen bei Zirkus-Techhouse, Lofi-Knartz und Minimal-Geplunker in einen zeitlosen Zustand abzustürzen.
Es ist natürlich etwas willkürlich aus dem ganzen feiergeilen Haufen ein paar Leute herauszustellen. An dieser Stelle sei nur eine Gruppe Leute hingewiesen, deren musikalische Karriere lose durch Veröffentlichungen auf dem Qualitätslabel Freude am Tanzen aus Jena verbunden sind. Kadebostan aus Genf saugt auf Reisen musikalische Einflüsse aus Klassik und Folklore und verarbeitet sie in hinreissende Tracks zu romantisch-elektronischen Klanglandschaften. Dieses Jahr wird er zusammen mit einem Trupp osteuropäischen Straßenmusikern aus Osteuropa als Kapelle ein erstes Album veröffentlichen. Der Vorgeschmack in der Champagnerama dürfte raviger ausfallen – der Mann kann nicht nur Zwischentöne, sondern auch Party wie Setmitschnitte beweisen! Sein Kollege Marek Hemmann hat sein Album-Debüt bereits seit letzem Jahr hinter sich: der facettenreichen Techhouse seines Albums “In Between” hat die BLN.FM-Redaktion ganz verzückt. (Hier Rezension + Hörprobe) [Nachtrag: Leider kann Marek Hemmann aus Termingründen nicht spielen. - 3.3.2010] Und auch Mark Henning steht für technoid-housige Tanzmusik im 4/4-Takt, welche weder langweilig noch hysterisch ist. Vor fünf Jahren hat er seine ersten Tracks bei Freude am Tanzen veröffentlicht und so überzeugt, das in der Folge noch ein halbes Dutzend andere Labels seine Musik veröffentlichen wollten.
Neben musikalischer Beschallung wird alles daran gesetzt, dass die Reisenden in das Gegenuniversums die perfekte Infrastruktur vorfinden: ein halbes Dutzend Teams wie Bachstelzen und Pentaklon werden mit viel Schweiß für eine ausgefallene Inneneinrichtung sorgen. Das Berliner Programmkino Moviemento und das Ladenkino B-Ware führen Filme vor, ein “Sysiphos-Sauna-Floor” wird eingerichtet, Theater und Akrobatik-Vorführungen angesetzt. Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren: hier ist eine kleine Berliner Indoor-Ausgabe des Fusion-Festivals geplant. Ob es Anfang März am Südkreuz so gerammelt voll wird wie beim großen Vorbild – das entscheidet Ihr.
Alte Malzfabrik, Bessemer Str. 2, Berlin-Schöneberg, S-Bahn: Südkreuz (kostenloser Shuttle-Service mit Bus vom Bahnhof) [Googlemaps]



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