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5/3 ’10
23:00
 

Leisure Sound System mit Flying Lotus und King Cannibal


mit Flying Lotus, King Cannibal, Bibio, Raf + Superdefekt, Voltek vs. N>E>D

King Cannibal by Nathan Seabrook

Der Name King Cannibal hört sich nach schlechtem Italo-Zombie-Trash aus den 1970ern an. In Wirklichkeit ist es der Künstlername von Dylan Richards, der als Zilla Ende der 1990er mit eigenen Mixtapes die Aufmerksamkeit englischer Musikexperten auf sich zog. Die Zusammenstellungen waren nicht nur eine Aneinanderreihung von Lieblingssongs, sondern wahre Mixkunst. An die hundert Tracks und Pop-Songs kombinierte der Brite miteinander, die Bandbreite reichte dabei von Britney Spears bis zu abgefahrener Elektronika von Autechre. Damit gelangte er schnell auf das Radar der Turntablism-Freunde von Ninjatune London: das etablierte Elektroniklabel lud den Briten zuerst als Gast-DJ zur hauseigenen Kult-Sendung “Solid Steel” ein. Letztes Jahr legte er dann als King Cannibal seine erste Platte im Langformat vor. “Let The Night Roar” ist eine Sammlung von finster-radikalen Dancehall- und Jungle-Tracks, die Erinnerung an Kellerparties und Stroboskop-Gewittern wachruft. Für King Cannibal birgt die nächtliche Düsternis seiner Musik die revolutionäre Energie, durch die geordneten Alltagsverhältnisse zu schneiden – und die Vorhaben anzupacken, die man wirklich will. Das klingt verdammt nach einer Jugend in den 1990er im besetzen Haus – und so weckt King Cannibals Musik nur gute Erinnerungen an heftig-experimentelle Bassgewitter dieser Epoche.

Flying LotusEher in die eine kosmische Zukunft enthoben ist Flying Lotus aus Los Angeles, Sproß des unter Jazz-Fans hoch geschätzten Coltrane-Familienclans. Für Mai hat sein Label Warp mit “Cosmogramma” sein neues Opus mit verchromtem Zukunftshiphop angekündigt. Sein Live-Set wird hoffentlich einen Ausblick auf diese fett produzierte Reise geben, welche der Vorabtext als “astral” anpreist. Das Eingrooven in den Abend besorgt ein DJ-Set von Bibio, der sich mit seiner Warp-Erstveröffentlichug 2009 stilistisch zu den Lagerfeuer-Ambient-Elektronikern Boards of Canada hinzugesellt. Support: Raf + Superdefekt, Voltek vs. N>E>D. In der Panoramabar darf gleichzeitig bei “get perlonized” zu minimal-technoideren Klängen von Ark, Cabanne, Sammy Dee und Zip getanzt werden.

Berghain, Am Wriezener Bahnhof, Berlin-Friedrichshain, S-Bahn: Ostbahnhof

Eintritt: 12€

Wir verlosen 2×2 Tickets für Flying Lotus und King Cannibal im Berghain

Klicke hier, um mit dem Kennwort “CANNIBAL” an der Verlosung teilzunehmen. Einsendeschluss ist am 5.3.2010, 15h.

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