| Mo |
| 12/4 ’10 |
| 20:00 |
Foals (live)
Wenn man Foals’ ersten großen Hit „Cassius“ von ihrem erfolgreichen Debüt „Antidotes“ aus dem Jahre 2008 hört, merkt man schnell, dass die fünf Jungs aus Oxford problemlos eingängige Tanznummern schreiben können. Das Album ging auf Platz 3 der UK-Charts. Die musikalische Bandbreite ihrer sonst kaum zu definierenden, aber meist als Math-Rock oder auch Art-Rock bezeichneten Musik reicht von Elektropop über Dance-Punk bis hin zu Minimal-Techno (der amerikanische Minimal-Music-Komponist Steve Reich ist hierfür eines ihrer Vorbilder). Im Vordergrund stehen analoge Instrumente, die live so klingen, als wären elektronische Hilfsmittel im Einsatz. An weiteren Einflüssen lassen sich Folk, Funk und Afro zählen. Trotz dieser Vielfalt klingt die Musik der Foals zum Glück nicht willkürlich oder undurchdacht.
Historie und Mitglieder sind schnell aufgezählt: 2005 ist das Gründungsjahr, doch Begründer Andrew Mears verlässt die Band schon bald darauf, um sich dem neuen Album seiner zweiten Band, der Youthmovies, zu widmen. Neben Sänger Yannis Philippakis gehören seitdem Jimmy Smith (Gitarre, Keyboard), Walter Gervers (Bass), Jack Bevan (Schlagzeug) und Edwin Congreave (Keyboard, Saxofon) zur festen Besetzung der Foals.
Es ist schwer, die Foals (was zu deutsch „Fohlen“ bedeutet) mit anderen „Indie-Bands“ zu vergleichen und einzuordnen. Die Textstruktur erinnert an die der Klaxons und es lässt sich erahnen, dass Sänger Yannis auch hin und wieder gerne Radiohead hört. Das pathetisch-melancholische Stück „Spanish Sahara“ beispielsweise hätte man der Band beim Hören von Songs wie eben jenem „Cassius“ eher weniger zugetraut. Mit dem Supermayer-Remix ihres Stückes “Olympic Airways” gelang ihnen dagegen ein hübscher Club-Hit, der zuverlässig bei Indie- und House-Fans gleichermaßen für gute Laune sorgt.
Nach Touren im Vorprogramm von Bloc Party und zahlreichen Gigs in UK sind die unermüdlichen Foals endlich wieder in Deutschland unterwegs, um bei einem exklusiven Showcase ihr neues, am 7. Mai erscheinendes Album “Total Life Forever” (Transgressive/ Sub Pop) vorzustellen. Die Vorab-Single “This Orient” macht auf jeden Fall Lust auf mehr.
Tickets gibt es in allen bekannten Vorverkaufsstellen für ca. 24€.
C-Club, Columbia Damm 9-11, Berlin-Tempelhof, U-Bahn: Platz der Luftbrücke



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