| Sa 23/6 ’12 |
| 23:59 Uhr |
Futura Clubnight mit Andreas Saag
Mit Andreas Saag (live), Break SL, Red Rack’em, Maciej Szalonek
Purismus in der elektronischen Musik hat seine guten und weniger guten Seiten. Während es zweifellos spannend sein kann, einen bestimmten Stil bis in kleinste Details auszuloten, ist der Preis dafür manchmal die Verengung des musikalischen Horizonts. Ein DJ-Set des Schweden Andreas Saag empfiehlt sich da als zuverlässige und wohltuende Medizin gegen allzu puristischen Tendenzen in der elektronischen Musik. Einen Namen hat sich der Wahlberliner in letzter Zeit durch Produktionen und Remixe auf Labels wie Freerange oder Mule Electronic gemacht. Ähnlich wie Move D versteht sich Saag hervorragend auf eine unideologische Mischung aus euphorischem Deep-House und modernisierten Disco-Sounds. Angenehm dabei ist der Eindruck, dass bei diesem Sound nichts im Dienste einer reinen musikalischen Lehre steht, dafür jedoch alles dem Groove zugute kommt. Andreas Saag umschifft damit gekonnt den l’art pour l’art-Ansatz von so manchem minimalistischen House-Entwurf. Dabei besinnt er sich auf schlagende Argumente: Ein Reichtum an hellen Strings sowie funkige Basslines und Grooves, unterlegt mit klassischen aber niemals klischeehaften Vocal-Samples. Das erfreut jedes aufrichtige House-Herz und ergibt im besten Fall nicht weniger als Sets, bei denen man schon jeder neuen Platte entgegenfiebert, während man sich gerade noch tanzend an der Aktuellen erfreut. Einen guten Eindruck davon kann man sich etwa bei seinem großartigen Podcast für EleFlight Records machen. Heute wird Andreas Saag ein Liveset spielen und somit seine eigene musikalische Utopie von zeitgenössischem House höchstpersönlich vorstellen.
Außerdem gibt es heute perkussiven House von Break SL, der auf dem jungen Dresdner Label Uncanny Valley veröffentlicht sowie DJ-Sets von Red Rack’em sowie Maciej Szalonek.
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