GEMA führt Kopier-Abgabe für DJs ein

dj by danielle_blue

Der 1. April 2013 wird ein his­to­ri­scher Tag. Denn dann möchte die GEMA eine ganz neue Rege­lung ein­füh­ren. Nach dem Tarif VR-Ö sol­len DJs für die Kopien zah­len, die sie anfer­ti­gen um sie hin­ter­her in DJ-Sets öffent­lich abzu­spie­len. Berech­net wer­den 13 Cent pro ange­fer­tigte Kopie. Damit wer­den DJs erst­mals zu GEMA-Kunden: Sie müs­sen sich bei der Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft anmel­den und dort ange­ben, wie viele Tracks sie „ver­viel­fäl­tigt“ haben. Direkt nach­kon­trol­lie­ren kann das die GEMA nicht.

Die GEMA stellt sich die Situa­tion eines DJs so vor: Wenn ein DJ auf­legt, nutzt er häu­fig eine Kopie eines Musik­stü­ckes. Er hat zuvor eine CD oder Vinyl aus­ge­le­sen und als MP3 umge­wan­delt. Oder eine MP3 aus sei­ner Biblio­thek auf eine externe Fest­platte oder CD kopiert. Jeder Kopier­vor­gang zum Zweck der „öffent­li­chen Auf­füh­rung” soll mit 13 Cent vom DJ ent­gol­ten wer­den. Wer­den die Musik­da­ten hin­ge­gen „ver­scho­ben”, wird die Abgabe nicht fällig.

Der neue DJ-Tarif der GEMA läßt zahl­rei­che Fra­gen offen, mit der sich in Zukunft zahl­rei­che Exper­ten des Urhe­ber­rechts aus­ein­an­der­set­zen dürf­ten. Die wich­tigste ist: Wie soll fest­ge­stellt wer­den, ob jemand eine Musik­da­tei zum pri­va­ten Gebrauch oder zum Auf­le­gen kopiert? Macht diese Unter­schei­dung über­haupt Sinn?

(Foto: dj by danielle_blue, CC BY-NC-SA 2.0)

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